{"id":109,"date":"2019-04-22T06:13:32","date_gmt":"2019-04-22T06:13:32","guid":{"rendered":"http:\/\/tiertcmaktuell.de\/?p=109"},"modified":"2019-04-22T06:13:32","modified_gmt":"2019-04-22T06:13:32","slug":"hintonia-latiflora","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tiertcmaktuell.de\/?p=109","title":{"rendered":"Hintonia latiflora"},"content":{"rendered":"\n<p>Hintonia latiflora ist eine Pflanzenart innerhalb der\nFamilie der R\u00f6tegew\u00e4chse (Rubiaceae). Sie ist in weiten Teilen Zentral- und\nS\u00fcdamerikas, vor allem in Mexiko und Guatemala verbreitet. Trivialnamen sind\nCopalchi oder Mexikanischer Fieberrindenbaum. Die Verwendung in\nTeezubereitungen ist in ihrer Heimat bereits seit langem unter der indigenen\nBev\u00f6lkerung gebr\u00e4uchlich und seit dem 19. Jahrhundert in Europa vor allem in\nSpanien und auch in Deutschland bekannt. In der Volksmedizin der\nUrsprungsl\u00e4nder besitzt Hintonia latiflora als Teegetr\u00e4nk eine lange Tradition.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rinde der Hintonia latiflora Tee-Pflanze wird vom Baum gesch\u00e4lt und zerkleinert. Wichtig bei der nachhaltigen Ernte ist, dass von der Hintonia Pflanze nur soviel von der Rinde gesch\u00e4lt wird, dass sich die Rinde wieder kurzfristig regenerieren kann und der Baum in seiner Gesamtheit keinen Schaden nimmt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verwendung:<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verwendung von Hintonia hat als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel  eine lange Tradition, es wird dem Hintonia-Tee eine Verbesserung von Gesundheit und Vitalit\u00e4t nachgesagt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Hintonia latiflora findet in Mittel- und S\u00fcdamerika als Heilmittel  zur Fiebersenkung, als St\u00e4rkungsmittel und zur di\u00e4tetischen Verbesserung des Blutzuckerhaushaltes Einsatz. In Mexiko werden \u201eCopalchi-Rinden\u201c zur Fiebersenkung bei Malaria, als Roborans sowie bei dyspeptischen Beschwerden verwendet. Auch die Verwendung in Kr\u00e4utertees in der Rekonvaleszenz oder allgemein als gesundheitsf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahme aufgrund der enthaltenen pflanzlichen Polyphenole ist weit verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p>In Europa werden\nseit Anfang des 19. Jahrhunderts Zubereitungen aus Hintonia latiflora als Tee\nzur Erhaltung der Gesundheit und unterst\u00fctzend zur Stabilisierung\nphysiologischer Blutzuckerwerte eingesetzt. \u00dcber die Hintonia-Pflanze und deren\nZubereitungen liegt ein jahrhundertealtes Erfahrungswissen vor. In Deutschland\nist die Verwendung schon vor mehr als 50 Jahren dokumentiert. Als Tagesgetr\u00e4nk\nf\u00fcr einen gesunden Zuckerstoffwechsel wird in Monographien das Trinken von\nmehreren Tassen Hintonia-Tee \u00fcber den Tag verteilt empfohlen. <\/p>\n\n\n\n<p>In einer Studie wird nachgewiesen, dass ein Extrakt aus Hintonia latiflora, der unter dem Namen Sucontral\u00ae als Phytoantidiabetikum Anwendung findet, neben seiner Blutzucker-senkenden Wirkung auch einen vasodilatierenden Effekt besitzt und deshalb m\u00f6glicherweise Diabetes-assozierte Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen g\u00fcnstig beeinflusst.(1)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Effekt einer Hintonia Zubereitung \u00fcber die Grundeinstellung von Typ-II-Diabetikern hinaus wurde in einer nicht interventionellen, offenen, monozentrischen klinischen Studie untersucht. Nach 18-monatigem Einsatz waren alle Werte der Blutzuckerkontrolle verbessert. Hintonia k\u00f6nnte damit in der Tat als di\u00e4tetische Ma\u00dfnahme zu einer Stabilisierung der diabetischen Grundeinstellung beitragen (2). <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsstoffe<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Polyphenolische      Substanzen:<\/strong> Neoflavonoide meist als Glykoside, z.B. das Coutareagenin<\/li><li><strong>Flavon\/Flavonol:<\/strong>      7-Methylluteolin, Quercetin<\/li><li><strong>Phenolcarbons\u00e4uren<\/strong>:      Chlorogens\u00e4ure, <em>p<\/em> \u2013Hydroxybenzoes\u00e4ure, Kaffees\u00e4ure, Vanillins\u00e4ure<\/li><li><strong>Gerbstoffe:<\/strong>      Catechingerbstoffe <\/li><li><strong>TriterpeneAlkaloide:<\/strong>      Fr\u00fcher dachte man, die Rinde enthalte auch Chinin oder Chinidin. Nach    neuen Untersuchungen enth\u00e4lt Hintonia jedoch keinerlei Alkaloide.<\/li><li><strong>Cumarine:<\/strong>      4-Phenylcumarin<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zubereitung:<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Essl\u00f6ffel Hintonia Rinde mit einem Liter sprudelnd kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und ca. 5 Minuten ziehen lassen.<br> Es wird empfohlen, t\u00e4glich 1 Liter Hintonia Tee \u00fcber den Tag verteilt, vor allem nach den Mahlzeiten zu trinken. Der Hintonia-Tee ist sehr bitter im Geschmack.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eigene Erfahrungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich verordne Hintonia Pr\u00e4parate zur Unterst\u00fctzung bei Hunde und Katzen mit Diabetes. Bei Tieren mit diabetischer Polyneuropathie und auch L\u00e4hmungserscheinungen verordne ich zus\u00e4tzlich alpha lipons\u00e4ure. <br><\/p>\n\n\n\n<p><em>Copalchi-RindeHintonia\nlatiflora (Moc. et Sesse ex DC.) Bullock Wirkungsweise: <\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Verringerung der Insulinresistenz <\/em><\/li><li><em>Hepatische Wirkung durch Reduktion des R\u00fcckbaus von gespeichertem Glykogen zu Glukose<\/em><\/li><li><em>Pankreas-regenerierender Effekt<\/em><\/li><li><em>Unterst\u00fctzend bei Diabetes mellitus, Dyspepsie<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anweisung zur Selbsthilfe dar. Suchen Sie mit Ihrem kranken Tier einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4parate <\/h3>\n\n\n\n<p>Sucontral Tr. und Sucontral D Diabetiker Kapseln (Firma\nHarras Pharma Curarina Arzneimittel GmbH, M\u00fcnchen)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h3>\n\n\n\n<p>(1). Vierling, Christina (2005): Zum vasodilatierenden\nEffekt des antidiabetisch wirkenden Hintonia-latiflora-Extraktes: In-vitro- und\nIn-vivo-Messungen. Dissertation, LMU M\u00fcnchen: Tier\u00e4rztliche Fakult\u00e4t, https:\/\/edoc.ub.uni-muenchen.de\/4096\/<\/p>\n\n\n\n<p>(2). Korecova,\nM., Hladicov\u00e1, M., and Korec, R. (2006). <em>Hintonia latoflora bei\nTyp-2-Diabetes. Klinische Langzeitstudie.<\/em> In: <em>Z. f. Phytother.<\/em> 27\n(6): 272-278 <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hintonia_latiflora\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hintonia_latiflora<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintonia latiflora ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der R\u00f6tegew\u00e4chse (Rubiaceae). Sie ist in weiten Teilen Zentral- und S\u00fcdamerikas, vor allem in Mexiko und Guatemala verbreitet. Trivialnamen sind Copalchi oder Mexikanischer Fieberrindenbaum. Die Verwendung in Teezubereitungen ist in ihrer Heimat bereits seit langem unter der indigenen Bev\u00f6lkerung gebr\u00e4uchlich und seit dem 19. 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