Tiere und Heilkräuter

Die frühen Menschen hatten noch einen intuitiven Zugang zu den Pflanzen. Ebenso verhält es sich bei den Tieren. Wild aufgewachsene Tiere „wissen“ um giftige und ungiftige Pflanzen, sie könnten sonst nicht überleben, wenn jedes Individuum durch Versuch und Erfolg oder Misserfolg immer wieder neu Erfahrungen sammeln müsste. Die Erfahrungen sind teils genetisch fixiert, teils werden sie durch abschauen von der älteren Generation übernommen. Das verhält sich so für Futterpflanzen ebenso aber auch für Pflanzen, die bei Krankheit und Unwohlsein eingenommen werden. Dieses Verhalten findet man auch bei Carnivoren.

Doch wie verhalten sich domestizierte Tiere? Bei ihnen ist der Instinkt häufig besser ausgeprägt, als beim Menschen, doch der Lebensraum ist soweit eingeschränkt, dass selektive Aufnahme von Pflanzen fast nicht möglich ist. Auf den Weiden stehen fast keine Kräuter und das selektive fressen der Pferde wird nicht gerne gesehen und durch diverse Maßnahmen verhindert.

Frauenmantel

Immer häufiger werden Kräuter zugefüttert. Der Markt bietet für Pferde Kräutermüslis, -mischungen etc. in jeder Zusammensetzung und Variante an. Was aber ist sinnvoll? Die Tiere fressen selektiv, dh. sie suchen sich das, was sie im Moment brauchen. Mischungen können diesem Verhalten nicht gerecht werden. Wie aber können wir herausfinden welche Kräuter das Tier gerade gebraucht werden, um einen Zustand der Dysbalance zu regulieren?

Wir brauchen eine genaue Beschreibung der Dysbalance… nennen wir sie Krankheit oder besser noch Muster, wie es die TCM nennt. Die Diagnose dieses Musters weist uns den Weg zu den Heilmitteln/Kräutern.

Dann brauchen wir eine genaue Beschreibung der in Frage kommenden Heilkräuter. Diese finden wir in den Kräutermonographien. Die Kräuter sind dort hinsichtlich ihrer Eigenschaften beschrieben. Diese Eigenschaften sind Qualitäten wie Geschmack, Temperatur und Wirkrichtung.

Unsere Diagnose, das Muster legen wir nun wie ein Raster über die Monographien; die Heilkräuter, deren Eigenschaften den Mustern am ähnlichsten sind, können den Prozess der Heilung fördern.

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